kunst als therapie

was macht kunst mit uns?

kunst erinnert uns an all das was wichtig ist im leben, aber auch sehr fluechtig. schoenheit, große momente, tiefe gefühle, archetypische situationen.

 

kunst lehrt uns zu hoffen. ein heiteres oder auch ein erhabenes kunstwerk zu betrachten, während die eigene lebenssituation gerade nicht heiter ist, bedeutet der hoffnung nahrung zu geben - auf andere welten, auf schönheit, sorglosigkeit, transzendenz. ein stilmittel dabei ist die strategische übertreibung des guten,  etwa in idealisierten bildern.

 

kunst nimmt unsere sorgen ernst und bringt sie zugleich in eine perspektive. künstler sublimieren selbst in schreckensbildern die erfahrungen von schmerz, verlust oder angst und transzendieren sie, stellvertretend für den betrachter. viele von caspar david friedrichs naturbildern, etwa das eismeer, relativieren und neutralisieren die alltagssorgen durch die darstellung der ambivalenten erhabenheit einer grausamen welt.

 

kunst hilft eine innere balance wiederzufinden. wenn uns gefühle aufwühlen und quälen, wenn uns etwas im leben schmerzlich fehlt, dann können uns kunstwerke durch ihre aura ihre ruhe wieder ins gleichgewicht bringen - und sei es nur für die dauer des betrachtens.

 

kunst ermöglicht uns selbsteinsicht. sie hält uns einen spiegel vor, sie lehrt uns, die blinden flecken in der selbstwahrnehmung zu überwinden. im kunstwerk erkennen wir züege, die wir an uns selbst übersehen oder verleugnet haben.

kunst lässt uns wachsen. sie kann verstören,  ja sogar ärgern oder provozieren, aber sie laesst uns selten gleichgültig. kunst fodert uns heraus, reizt uns zu urteilen, zu widerspruch und auseinandersetzung. damit weitet sie unseren blick, versetzt uns in heilsame unruhe.

 

durch kunst lernen wir wieder, die dinge und menschen um uns herum wertzuschätzen. wir sind oft blind geworden für selbstverständliches,  auch für das schöne und hilfreiche. kunst lehrt uns, wieder genauer hinzusehen, die gewohnheiten des sehens zu durchbrechen und dankbarkeit empfinden zu können.

 

[alain de botton, john armstrong: art as therapy]

Mein Therapeut sagt:

sozusagen als ausgleich zur fotografie bin ich auch als heilpraktiker für psychotherapie tätig. unter dem namen "mein therapeut sagt:" biete ich coaching und psychologische beratung. hört sich spannend an? hier findest du mehr dazu.